Archiv für November 2013

Mit dem Traktor zur Skyline – Soliparty im Linken Zentrum Lilo Herrmann

Seit 30 Jahren gibt es im beschaulichen Schopfheim im Südschwarzwald das autonome Jugendzentrum Café Irrlicht, welches ein Ort für junge Menschen ist, die abseits des Mainstreams kulturell und politisch aktiv werden wollen. So finden regelmäßig Konzerte, Partys, Politcafés und ein Offenes Antifa Treffen statt. Immer wieder müssen sich die ehrenamtlichen Helfer gegen die Angriffe der Stadt wehren das Irrlicht zu schließen. Erst dieses Frühjahr endeten mehrjährige Verhandlungen mit einem Mietvertrag, der eher einem Knebelvertrag gleicht, da die Auflagen kaum zu erfüllen sein werden ohne erhebliche Einschnitte in das Selbstverständnis des Irrlichts zu machen. Durch die Auseinandersetzung mit der Stadt sind enorme Anwaltskosten entstanden, die das Café Irrlicht selbst nicht aufbringen kann. Deshalb finden nun in anderen Linken Zentren in Baden- Württemberg Solipartys für das Café Irrlicht statt, um einen Raum für ein solidarisches Miteinander in Schopfheim zu erhalten.

SA 16.11 / 21.00 Uhr
Linkes Zentrum Lilo Herrmann
Böblinger Straße 105
70199 Stuttgart

Bands:

The Malatro!ts
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Planet Watson
--> https://www.facebook.com/watsonplanet/app_178091127385

Dropkid
--> https://www.facebook.com/dropkid/app_2405167945

DJ`s:

N.E.T. (House/Bass/Techno)
--> https://soundcloud.com/netentete

Superwolff (House/Bass/Techno)
--> https://soundcloud.com/superwolff

Tramp (Techno/House)

Fusznote (Electro/minimal)

DJ Duke (Punkrock/Ska)

Rechte Euro-Rebellion / VA zur AfD am 21.11.2013

Im Februar diesen Jahres als Anti-Euro-Partei gegründet und bereits im September, nach aufsehnerregendem Wahlkampf, nur knapp am Einzug in den Bundestag vorbeigeschrammt – die Aufstiegsgeschichte der rechten “Alternative für Deutschland” ist außergewöhnlich rasant und nicht minder gefährlich. In seinem Buch “Rechte Euro-Rebellion – Alternative für Deutschland und Zivile Koalition e.V.” geht Andreas Kemper genauer auf die Hintergründe und Förderer der neuen rechten Bewegung, wie auch auf ihre politischen Positionen und Ziele ein. Warum tauchen Begriffe wie “direkte Demokratie” und “alternative Bewegung” plötzlich im Zusammenhang mit nationalistischer Abkapselung, sozialem Elitedenken und Marktradikalismus auf? Wie können wir als AntifaschistInnen auf diese Partei reagieren, die mit offenen Faschisten nichts zu tun haben möchte, der der die CDU aber längst nicht rechts genug steht und die Rassisten und Sozialdarwinisten jeder Couleur mit offenen Armen empfängt? Auf der Veranstaltung stellt Andreas Kemper sein Buch vor, um anschließend gemeinsam mit uns die Konsequenzen für die antifaschistische Bewegung zu diskutieren.

Informationsveranstaltung mit dem Publizist und Soziologen Andreas Kemper
Donnerstag, 21. November 2013 um 19 Uhr im Saal des Linken Zentrums Lilo Herrmann | Böblingerstr. 105 – 70199 Stgt-Heslach / U1+U14+B42 – Erwin-Schoettle-Platz

Quelle

Antifaschist von Nazis in Burg geschlagen und entführt!

Pressemitteilung (Burg, 03. November 2013): Antifaschist von Nazis in Burg geschlagen und entführt – Polizei lässt Nazis ungestört durch Burg ziehen!

In den Abendstunden des 02. November 2013 versammelten sich gegen 22:30 Uhr mehrere Nazis vor einem Wohnhaus eines vermeintlichen Antifaschisten und forderten ihn auf das Gebäude zu verlassen. Als er der Aufforderung nicht nachkam, zogen die Faschisten weiter durch die Stadt, wohl mit dem Ziel weitere AntifaschistInnen zu suchen. So wurden in den darauffolgenden Stunden immer wieder Gruppen von 5 bis 25 Nazis im Stadtgebiet gesehen – ein Großteil davon nicht aus Burg.

Gegen 01:30 Uhr kam es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen 15 Nazis die sich zuvor im „Big Ben“ versammelten und mehreren AntifaschistInnen. Im Laufe der Auseinandersetzung stürmten etwa 15 weitere Personen aus dem „Big Ben“ auf die Antifas zu und riefen „Wir sind die berühmte, wir sind die berühmte -BWSE“.

Nachdem sich daraufhin die Gruppe von AntifaschistInnen entfernte verfolgten mehrere Autos die Gruppe. Kurz nach 02:00 Uhr stoppte dann ein Auto in der Bahnhofsstraße und mehrere Personen schlugen auf einen ihnen bekannten Antifaschisten ein und zogen diesen in ihr Fahrzeug. Im Auto drückten die Angreifer den Kopf des Betroffenen auf den Boden, bedrohten ihn und fuhren mit ihm in ein Waldstück zwischen Burg und Detershagen. Dort forderten die Nazis ihr Opfer auf Namen von den AntifaschistInnen, die zuvor schon von Nazis in unmittelbarer Umgebung vom „Big Ben“ angegriffen wurden, zu nennen.

Dann entwendeten sie das Handy des Antifaschisten und riefen eine Person in Burg an und fragten sie, wieviel der von den Nazis entführte Antifaschist ihr Wert sein. Kurze Zeit später fuhren die Nazis mit dem Auto davon, ließen ihr Opfer stehen und nahmen dabei das zuvor entwendete Handy mit.

„Es ist einfach unfassbar, was sich in den letzten Stunden in Burg abspielte: So werden erst die Veranstalter- und TeilnehmerInnen einer antifaschistischen Demonstration in der Stadt, die sich genau gegen diesen Naziterror richtete, von der Polizei kriminalisiert und wenige Stunden später kann eine Vielzahl von Nazis über mehrere Stunde ungestört durch die Stadt ziehen, AntifaschistInnen bedrohen, angreifen und schließlich in ein Auto drängen und davon fahren!“ erklärt Mia Sommer, die Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Burg [AAB].

Aufgrund der Tatsache, dass es in diesem Jahr zu einer ganzen Reihe von polizeilicher Kriminalisierungsversuche von AntifaschistInnen in der Stadt kam und diese es u.a. erst so Nazis ermöglichte ihre Angriffe durchzuführen werden wir auch gegen diesen Terror der Nazis selbstständig ohne Zusammenarbeit mit der Polizei vorgehen. In den kommenden Tagen werden wir dazu die Fotoaufnahmen von den Nazis, die sich am 02. November 2013 gegen 12:00 Uhr in Burg-Süd versammelten und anschließend in Richtung Magdalenenplatz zogen, sowie der Nazis die sich zur gleichen Zeit auf dem Parkplatz der Sparkasse in der Einsteinstraße versammelten, auswerten um die Täter des nächtlichen Naziterrors zu ermitteln.

Für Rückfragen stehen wir gerne unter folgender Mailadresse zur Verfügung: a-a-burg@riseup.net

Mit freundlichen Grüßen,

Antifaschistische Aktion Burg [AAB]

Quelle

161 Crew Antifa Stresslingen

[HN] Kurzbericht/Bilder Demo gegen Naziterror, Rassismus und Verfassungsschutz

Zwischen 450 und 500 Menschen aus unterschiedlichen Spektren haben sich heute am 2.November 2013 an einer überregionalen Demonstration im Rahmen der Kampagne „Naziterror und Rassismus bekämpfen! Verfassungsschutz auflösen!“ in Heilbronn beteilgt. Die Demonstration zog von der Theresienwiese, wo im April 2007 die Polizistin Michèle Kiesewetter mutmaßlich vom „NSU“ ermordet wurde, durch das Bahnhofsviertel in die Innenstadt zum Kiliansplatz, wo eine Zwischenkundgebung statt fand. Anschließend verlief die Demonstration durch Kaiser- und Bahnhofstraße zurück zum Hauptbahnhof.

Nachdem es bereits im Vorfeld Diskussionen über das Auftreten der Polizei bei Demonstrationen in Heilbronn und die Verharmlosung lokaler Nazi-Strukturen gegeben hatte, herrschte vor allem zu Beginn der Demonstration eine angespannte Atmosphäre. Voll ausgerüstete „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten“ (BFE) filmten eintreffende DemonstrantInnen ab und gingen mit Knüppeln gegen eine Spontandemo zum Ort der Auftaktkundgebung vor. Auch Zivilbeamte mischten sich unter die TeilnehmerInnen.
Im Verlauf der Demonstration hielt sich die Polizei allerdings im Hintergrund und beschränkte sich im Wesentlichen auf das Regeln des Verkehrs.
Redebeträge, die insbesondere den ungeklärten „NSU“– Mord in Heilbronn, die Verstrickungen der deutschen Geheimdienste mit der Nazi-Szene und den gesellschaftlichen und staatlichen Rassismus thematisierten, kamen vom Thüringer Landtagsabgeordneten Bodo Ramelow sowie von VertreterInnen der VVN Baden-Württemberg, von DIDF, der Roten Hilfe, der Antifaschistischen Aktion Heilbronn, der Grünen Jugend Baden-Württemberg und einer Gewerkschaftssekretärin der ver.di- Jugend Heilbronn-Neckar-Franken.

An mehreren Stellen versuchten Nazis erfolglos die Demonstration zu provozieren, auch der bundesweit bekannte Rassist und Islamhasser Karl-Michael Merkle alias „Michael Mannheimer“ tauchte auf dem Kiliansplatz auf und musste des Platzes verwiesen werden.

Die Demonstration war durchgehend lautstark, entschlossen und vielseitig und konnte durch viele Transparente, Schilder, Lautsprecherdurchsagen und das Verteilen hunderter Flugblättern eine gute Aussenwirkung erzielen. In der Wollhausstraße wurde die Demo aus dem „Sozialen Zentrum Käthe“ mit roten Fahnen und einem Transparent begrüßt. Angesichts der relativ langen und überregionalen Mobilisierung wäre eine größere TeilnehmerInnenzahl sicherlich wünschenswert gewesen. Praktisch aufgegriffen wurde die Mobilisierung vor allem von antifaschistischen Gruppen aus Baden-Württemberg, die mit einem organisierten Antifa-Block einen großen Teil der Demonstrationen stellten. Auch die enge Zusammenarbeit von verschiedenen politischen Strömungen und Spektren ist jedoch ein Erfolg, auf dem aufgebaut werden kann. Insbesondere im Bezug auf die „NSU“– Verbindungen nach Baden-Württemberg wird es weiter genug Anlass dazu geben.

Die Kampagne geht am 14.November mit einem Vortrag des Rechtsanwaltes und Publizisten Dr.Rolf Gössner in Heilbronn und mit einer weiteren Demonstration in Schwäbisch Hall am 16.November weiter.

Alle aktuellen Informationen und Hintergründe sind zu finden auf www.nsu-demo.tk

Quelle

Offener RASH-Tresen jeden Zweiten Mittwoch im Monat

Kommt jeden Zweiten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr zum offenen RASH-​Tre­sen im Tschäbblaberg Stutt­gart-​Ost !
Um über Politische Themen, Konzerte und Festival Planungen und über alles andere beim gemütlichem Bier zu reden. Alle sind Herzlichst willkommen die Lust und Laune haben.

@ Tschäbblaberg
Gablenberger Hauptstr. 112
70186 Stuttgart