Antifaschist zu Knast verurteilt! (FREE SMILY ///)

Heute wurde der Stuttgarter Antifaschist Smily vom Amtsgericht zu 10 Monaten Knast verurteilt. Knapp 100 Menschen zeigten sich mit ihm solidarisch und beobachteten den Prozess. Außerdem nahmen einige schon eine Stunde vor Prozessbeginn an einer Solikundgebung vor dem Gericht teil. Mit einem Großaufgebot versuchte die Stuttgarter Polizei im Gerichtsgebäude jede Art von Protest zu verhindern.

Vorgeworfen wurden dem Genossen, eine Gruppe in der sich auch rechtsoffene Personen befanden angegriffen zu haben. Außerdem wurde eine Sachbeschädigung bei einem antirassistischen Konzert auf dem leider auch eine Grauzonenband anwesend war, sowie ACAB und RASH Graffitis auf Bullenwägen angeklagt.

Die Verhandlung begann mit einer Einlassung von Smily in der er auf die Problematik der sog. Grauzone, also dem vorgeblich unpolitischen Teil der Skinheadszene, der aber tatsächlich nach rechts offen ist, einging. Weiter schilderte er den Vorfall in der Stuttgarter Innenstadt, wo er aus einer größeren Gruppe aufgrund seines politischen Engagements in der Skinheadszene angepöbelt wurde. Nachdem er daraufhin eine der Personen zur Rede stellen wollte, wurde von weiteren aus der Gruppe angegriffen. Diese allerdings behaupteten vor Gericht sie seien grundlos attackiert und vier von ihnen von dem Angeklagten verletzt worden. Angeblich mussten sie sogar ambulant behandelt werden, konnten dafür allerdings keinerlei Atteste vorweisen. Das störte die Richterin aber genauso wenig wie zahlreiche Widersprüche in den Aussagen zum Ablauf oder den Ursachen der Auseinandersetzung. Zwei der angeblichen Opfer erklärten zu betrunken gewesen zu sein um sich an den Vorfall zu erinnern. Ein weiterer Zeuge bestätigte außerdem die Version von Smily.

Die U-Haft in der der Antifaschist seit anderthalb Wochen sitzt wurde mit auch mit zweifelhaften Aussagen der angeblichen Opfer begründet, die per Facebook bedroht worden sein wollten, dies aber nicht belegen konnten. Einer erdreistete sich darüber hinaus sogar noch den Aufruf zur Prozessbeobachtung als Bedrohung zu interpretieren.

Danach wurde die Sachbeschädigung auf dem genannten Konzert verhandelt. Auslöser der Auseinandersetzung dort waren neben der Anwesenheit der Grauzonenband, diffamierende Flyer auf denen Smily selbst als rechts bezeichnet wurde. Diese Flyer lagen bei dem Konzert am Eingang aus. Der Angeklagte räumte ein in diesem Zusammenhang ein in Rage das Schlagzeug besagter Band beschädigt und die Veranstalterin beleidigt zu haben.

Was die Beschädigung der Bullenwägen anging, so versuchten Staatsanwältin und Richterin die Tat unbedingt dem Angeklagten nachzuweisen, obwohl eine andere Person bereits eingeräumt hatte die Wägen besprüht zu haben. Letztlich wurde dieser Vorwurf aber fallengelassen.

Die Richterin blieb am Ende mit ihrem Urteil von 10 Monaten ohne Bewährung knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 14 Monaten.
Das ganze Verfahren war letztlich von dem Versuch des Gerichts gekennzeichnet die Geschehnisse zu entpolitisieren. Wobei der politische Charakter u.a. überdeutlich durch die Ermittlungen der bekannten Staatsschützer Sitzler und Stadtmüller, sowie dem auf Verfahren gegen Linke spezialisierten Staatsanwalt Stefan Biehl zutage trat. Auch der Einsatz von mindestens 50 Bullen am Ende des Prozesses sprach eine deutlich Sprache.

Die Richterin selbst zeigte auch sehr deutlich wie stümperhaft und ohne jegliches Wissen in dem Stuttgarter Amtsgericht Urteile gefällt werden als sie auf die Aussage des Angeklagten „Roter Faschist“ genannt worden zu sein, fragte ob er sich nicht selbst so bezeichnen würde. Dreist war ebenfalls, dass aus dem Haftgrund der Verdunklungsgefahr auf einmal eine angebliche Fluchtgefahr konstruiert wurde, um den Betroffenen weiterhin in U-Haft zu behalten.

Zeigen wir uns solidarisch mit dem Angeklagten! Lasst uns Smily weiter unterstützen, schreibt ihm und solidarisiert euch mit ihm!

Solidarität ist eine Waffe!

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English:

Antifascist sentenced to Jail – FREE SMILY!

Today Smily an Antifascist from Stuttgart was sentenced to 10 Months of Jail by the local court. Nearly 100 people showed their Solidarity and witnessed his law suit. In addition, several people took part in a manifestation in front of the court to solidarize with Smily an hour before the process started. With a vast amount of cops the Police tried to eliminate any kind of protest.
Smily was accused of attacking a group, in which several right wing people resided. In addition he was accused of a property damage at an anti-racist show where unfortunately a greyzone band played too, as well as he was accused of spraying „RASH“ and „ACAB“ on two cop cars.
The case started with an introduction in to the greyzone topic by smily in which he spoke about the alleged part of the non-political skinhead scene that is in fact open minded to right wing propaganda.After that he described the incident in the city center of Stuttgart:
A big group started to insult him because of his political activism. He tried to talk to a member of this group when the rest of the group attakced him.
Contradictory, the group claimed that Smily attacked them so that 40 of them were injured. They even claimed they had to go to hospital but had no proof for that. The judge didn‘t care about that as well as she ignored the several contradictions in their statements about the incident. Two of the alleged victimsclaimed that they were too drunk to remember any details of – or even the whole – incident. Another witness proofed Smilys version of the incident.
The imprisonment on remand, in which Smily was detained for one and a half week was founded on dubious statements of the victims who claimed that they were threatened over Facebook by Smily, but again they couldn‘t proof that. One of them even dared to interpret the appeal to witness the law suit was threatening him.
After that the before mentioned property damage was negotiated. Trigger of the argument was, besides the presence of the greyzone band, defaming flyers that accused Smily of even being right wing. The Flyers where lying around the entrance at the show. The accused admitted that he got in a rage in this context and damaged the base drum of the before mentioned greyzone band and insulted the host of the show.
In the case of the flawed cop cars the judge and the attorney tried heaviliy to connect it to Smily even though a witness already admitted that he sprayed on the cop cars. Finally this accusation was dropped.
At the end the judge stayed with her decision of 10 months without probation marginal beneath the demand of 14 months by the attorney.
The whole law suit was marked by the attempt to depoliticise the incidents. Whereat the political character of the law suit was completely obvious because of the two state security agents „Sitzler“ and „Stadtmüller“ who lead the investigations. And as well as the attorney „Stefan Biehl“ who is known for his harsch advance in proceeding left wing activists. And also the assignment of 50 cops at the end of the law suit, was a clear sign.
The judge itself showed very clearly how diletantish and without andy knowledge the local court of Stuttgart pronounce a judgement when she asked, after Smily said that he was insulted as „Red-Fascist“ if he wouldn‘t call himself like that. Also adacious was that the detention, that was warranted by the danger of collision, was now warranted by an alleged danger of flight to keep Smily in imprisonment on remand.
Lets show our Solidarity with Smily!
Lets keep on supporting Smily!

Solidarity is our weapon!

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FREE SMILY!